Operative Behandlung von Abszessen

Unter einem Abszess versteht man eine umkapselte Eiteransammlung in einer nicht präformierten Höhle, die durch entzündliche Gewebseinschmelzung entsteht. Bei oberflächlichen Abszessen findet man eine Rötung und Schwellung der betroffenen Region. Die Schwellung verursacht ein Spannungsgefühl und Schmerzen. Bei ausgeprägteren Befunden kommt auch Fieber und Schüttelfrost hinzu. Bei tieferliegenden Abszessen (z.B. in der Bauchhöhle) findet man häufig nur Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Unbehandelt kann ein Abszess schlimmsten Falls zu einer Sepsis führen.

Die Behandlung eines Abszesses besteht in seiner breiten operativen Eröffnung, um den Eiter zu entleeren. Wenn möglich sollte die Abszesskapsel entfernt werden. Die Wunde muss bei oberflächlichen Abszessen offen belassen werden, da sonst die Entzündung weiter fortschreitet. Bei Abszessen in der Bauchhöhle wird die Abszesshöhle mit einer Drainage versorgt, damit der Bauch wieder verschlossen werden kann.