Allgemeinchirurgie

Der Begriff der Allgemeinchirurgie ist heute nicht exakt definiert. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland zahlreiche chirurgische Kliniken gegründet, die sämtliche damals möglichen operativen Eingriffe durchführten.

Zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert spalteten sich dann schrittweise die Augenheilkunde, Frauenheilkunde etc. ab. Dennoch hießen die Kliniken bis in die 50er Jahre „Chirurgische Klinik“. Ende der 40er und in den 50er Jahren verselbständigten sich die Anästhesie, Urologie und Neurochirurgie. In den folgenden 20 Jahren spalteten sich die weiteren Fächer Unfall-, Kinder-, Thorax- und Herzchirurgie ab. Somit war aus der „großen Chirurgischen Klinik“ die Allgemeinchirurgie entstanden.

Diese Allgemeinchirurgie umfasste auf der einen Seite die Chirurgie des Häufigen wie Operationen von Bauchdeckenbrüchen, Blinddarm, Gallenblase, Schilddrüse und Dickdarm, aber auch die kleine Gefäß-, Kinder- und Thoraxchirurgie sowie natürlich die „hoch spezialisierte Viszeralchirurgie“ an den Organen der Bauch- und Brusthöhle.

Heute wird der Begriff der Allgemeinchirurgie häufig synonym zum Begriff Viszeralchirurgie benutzt. Auf der anderen Seite wird er auch für die „kleine Chirurgie“ benutzt, die sich mit der Entfernung von Tumoren der Haut oder des Fettgewebes, Spaltung von Abszessen oder eingewachsenen Zehennägeln befasst.

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