Klinikum Emden & UEK: Deutlich verbesserte Jahresergebnisse 2017

Das Klinikum Emden und die Ubbo-Emmius-Klinik entwickeln sich in die richtige Richtung. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Ergebnisse für 2017 nach dem bereits jetzt vorliegenden vorläufigen Jahresergebnis deutlich verbessert werden. Die Geschäftsführung hat Aufsichtsrat und Mitarbeiter darüber jetzt informiert. Nach der Arbeit der Wirtschaftsprüfer wird das endgültige Ergebnis erstmals seit vielen Jahren vor der Sommerpause verabschiedet werden können.

Die ersten angelaufenen strukturellen Veränderungsmaßnahmen in den Kliniken entfalten ihre Wirkung. Das Minus der UEK konnte gegenüber 2016 um rund 4,9 Millionen Euro reduziert werden. Das Defizit für 2017 beträgt demnach rund 8,9 Millionen Euro. Im Klinikum Emden liegt das Minus mit rund 3,3 Millionen Euro rund 1,2 Millionen Euro niedriger als noch 2016. „Diese Zahlen zeigen, dass wir in allen drei Kliniken sehr viele Ansatzpunkte zur Ergebnisverbesserung haben. Wir werden daran auch weiterhin konsequent arbeiten“, sagt Claus Eppmann, Sprecher der Geschäftsführung der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden. „Diese Entwicklungen sind sehr erfreulich und zeigen die Leistungsfähigkeit und Potenziale der gesamten Klinikmannschaft gemeinsam mit ihrer Geschäftsführung“, betonen Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann und Aurichs Landrat Harm-Uwe Weber nach einer Informationsveranstaltung des Aufsichtsrates.

Ursachen für diese Ergebnisverbesserungen liegen zum einen auf der Einnahmeseite. „Durch gute Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen haben wir 2017 die Leistungen, die die Häuser erbracht haben, auch wirklich bezahlt bekommen“, erläutert Eppmann. Auf der Ausgabenseite schlägt u.a. die deutlich verminderte Zahl der Honorarärzte zu Buche. Allein in diesem Bereich wurden in der UEK im Vergleich zu 2016 rund 1,4 Millionen Euro eingespart. 2,4 Millionen Euro mussten allerdings immer noch dafür aufgewendet werden, weil in einigen Bereichen Ärzte aber auch Fachpflegepersonal fehlen. „Die unsichere Situation über die Zukunft der Kliniken macht es im Moment schwer, qualifizierte Mitarbeiter für die freien Stellen zu finden“, erläutert Dr. Astrid Gesang, medizinische Geschäftsführerin der Trägergesellschaft.
 
Auch sei der Austausch von Mitarbeitern zwischen dem Klinikum Emden und der UEK in Notsituationen erst dann möglich, wenn ein Klinikverbund geschaffen und entsprechende Vereinbarungen mit den Betriebsräten geschlossen wurden. „Angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen sind die außergewöhnliche Leistung der Mitarbeiter in den Häusern und deren Engagement besonders hervorzuheben“, betonen Dr. Astrid Gesang und Claus Eppmann.

Geschrieben am 19.03.2018