Seelsorger Jürgen Badur geht in den Ruhestand

Wichtiger Ansprechpartner für die Patienten / Abschied mit Gottesdienst am 18. März

Der langjährige evangelische Seelsorger des Klinikums Emden, Jürgen Badur, geht in den Ruhestand. Mit einem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Emden wird er am Sonnabend, 18. März, um 17 Uhr durch Superintendent Burghard Klemenz offiziell aus seinem Auftrag als Seelsorger verabschiedet. Der Gottesdienst ist für offen für alle.

Zuhören, Dasein, Mut machen – all das zeichnet einen guten Seelsorger aus. Wer Jürgen Badur kennt, weiß, dass er diese Aufgaben all die Jahre lang großartig erfüllt hat. Mit seiner liebevollen Art hat er vielen Patienten und Angehörigen in schweren Zeiten zur Seite gestanden und ihnen neuen Lebensmut geschenkt. Er hat Schwerkranke und Sterbende auf ihrem Weg begleitet und ihnen dabei geholfen, loszulassen. Aber auch für die Nöte und Sorgen von den Mitarbeitern hatte er immer ein offenes Ohr.

„Ich hatte hier als Seelsorger eine sinngebende Aufgabe, die mich erfüllt hat“, sagt Jürgen Badur selbst. Er sah sich selbst am liebsten als Teil eines therapeutischen Teams, das nur gemeinsam etwas erreichen konnte. „Viele wunderbare Menschen“ habe er in den 20 Jahren hier im Klinikum kennenlernen dürfen, mit einigen verbindet ihn eine gute Freundschaft.

Dass er mal Seelsorger werden würde, hätte sich Jürgen Badur nach seiner Schulzeit wohl niemals vorstellen können. Von 1973 bis 1976 studierte er zunächst Architektur an der Fachhochschule Hannover, wo er auch seine Frau kennenlernte. Nach dem Studium zog er mit ihr in ihre Heimatstadt Norden, wo die Familie bis heute wohnt. Jürgen Badur arbeitete dort mehrere Jahre lang als Architekt und Hochbauingenieur unter anderem im Staatshochbauamt, aber auch in der freien Wirtschaft.

Bis an sein Lebensende wollte er diese Aufgabe aber nicht erfüllen, sondern wählte einen ganz neuen Weg. Von 1992 bis 1997 absolvierte er ein theologisch-pädagogisches Studium an der Fachhochschule Hannover, das berufsbegleitend zur Gemeindearbeit in der Ludgeri-Gemeinde in Norden lief. Neben Konfirmandenunterricht, Organisation von Freizeiten, Flüchtlingsarbeit und vielen anderen Gemeindetätigkeiten gehörte auch der Besuch von Alten und Kranken in Pflegeheimen und im Krankenhaus zu Jürgen Badurs Aufgaben als angehender Diakon. Ab Dezember 1995 bekam er neben dem Studium eine halbe Stelle als Seelsorger hier im Krankenhaus. Als Diakon Gerhard Linde dann 1997 in den Ruhestand ging, trat Jürgen Badur am 1. Juni seine Nachfolge an. „Die Entscheidung, den Beruf zu wechseln, war absolut richtig“, so Jürgen Badur.

Seine Nachfolgerin wird Etta Kumm, die bereits seit eineinhalb Jahren hier im Klinikum wirkt. „Eine bessere Nachfolgerin kann ich mir nicht vorstellen“, freut sich der Seelsorger. Gemeinsam mit ihrer katholischen Kollegin Gabriele Escher bildet sie nun das Seelsorge-Team des Klinikums.

Geschrieben am 10.03.2017