Vom künstlichen Gelenk bis zum Fehlermanagement

Vortragsreihe „Gesundheitsforum“ im Klinikum startet am 22. Februar mit einem Vortrag über Blutvergiftung

Auch im ersten Halbjahr 2017 setzt das Klinikum Emden seine beliebte Veranstaltungsreihe „Gesundheitsforum“ fort. Mediziner aus unterschiedlichen Bereichen bieten Informationen zu verschiedenen Krankheitsbildern und Gesundheitsthemen, die sich vor allem an Laien wendet. Alle Vorträge sind kostenlos und können ohne Voranmeldung besucht werden.

Zum Auftakt informiert am Mittwoch, 22. Februar, um 17 Uhr Dr. Klaus Kogelmann, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, über das Thema „Sepsis“. Diese Erkrankung – im Volksmund oft Blutvergiftung genannt – ist eine der heimtückischsten Krankheiten weltweit, an der allein in Deutschland pro Jahr rund 60 000 Menschen sterben. Die Krankheit ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Ein gefährlicher Leichtsinn, dem Dr. Klaus Kogelmann entgegenwirken möchte. Die Behandlung der Sepsis ist einer der Schwerpunkte der Intensivmedizinischen Abteilung im Klinikum Emden.

Am Mittwoch, 8. März, um 17 Uhr wird Dr. Frank Schröder, zertifizierter Wirbelsäulenchirurg der Neurochirurgischen Praxis Emden, über  das Thema „Der enge Wirbelsäulenkanal“ informieren. Die Verengung des Wirbelsäulenkanals – fachsprachlich Spinalkanalstenose genannt – zählt zu den häufigsten Wirbelsäulendiagnosen bei Menschen über 65 Jahren. Ein schmerzender Rücken, Schmerzen in den Beinen oder Einschränkungen beim Gehen können Hinweise auf diese Erkrankung sein, die zumeist Folge von Alterungsprozessen ist. In seinem Vortrag stellt Dr. Schröder die typischen Symptome für diese Erkrankung vor und zeigt auf, welche Diagnosemöglichkeiten es gibt. Außerdem informiert er über die Behandlungsmöglichkeiten sowohl auf konservativem Weg als auch durch eine Operation. Ist eine OP unumgänglich, gibt es verschiedene Operationsmethoden, die individuell für jeden Patienten gewählt werden. Der Vortrag sollte eigentlich bereits am 8. Dezember stattfinden, musste krankheitsbedingt aber verschoben werden.

Über „Das künstliche Hüftgelenk“ spricht am Mittwoch, 5. April, um 17 Uhr Dr. Bernhard Scherger, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Er geht in seinem Vortrag auf die Verschleißerkrankung des Hüftgelenks ein: Welche Beschwerden kann eine Arthrose verursachen und wie entsteht sie? Die Besucher erfahren, welche Behandlungsmöglichkeiten der Gelenkserkrankung bestehen. Der Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung und Erklärung der operativen Behandlung.

Einem spannenden Thema widmet sich am Mittwoch, 10. Mai, um 17 Uhr Matthias Drüner, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes: „Fehlermanagement im Krankenhaus“. In einem Krankenhaus haben Fehler große Auswirkungen. Umso wichtiger ist es, diese zu erkennen und Zwischenfälle zu vermeiden. Schon seit fünf Jahren wird in der Klinik ein so genanntes „Critical-Incident-Reporting-System (CIRS)“ eingesetzt. Was so kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach: Mitarbeiter melden per Computersystem vollständig anonym Ereignisse und Beobachtungen, die zu Problemen führten. Hieraus kann man Ursachen für die Entstehung von kritischen Zwischenfällen erkennen, Risikofaktoren ermitteln und dann gezielt Maßnahmen dagegen ergreifen. Warum das für die Patientensicherheit so wichtig ist und was genau im Klinikum Emden umgesetzt wird, stellt Matthias Drüner in seinem Vortrag vor.

Abdalrahim Sinan, zertifizierter Fußchirurg und Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, lädt am Mittwoch, 14. Juni, um 17 Uhr zu einem Vortrag über  das Thema „Gesunde Füße – Behandlung von Fußdeformationen“ ein. Unsere Füße legen jeden Tag durchschnittlich 10.000 Schritte zurück. Über 100 Bänder, 33 Gelenke, 26 Knochen sind an der Funktion des menschlichen Fußes beteiligt. Doch mehr als 60 Prozent der Erwachsenen haben Probleme mit den Füßen und leiden an Fußdeformationen. Wie man diese behandeln kann, darüber informiert Abdalrahim Sinan in seinem Vortrag. Er stellt insbesondere die operativen Möglichkeiten am Klinikum Emden dar.

Geschrieben am 06.02.2017