Behandlung der schweren Sepsis im Klinikum Emden

Die Intensivmedizin im Klinikum Emden ist bei der Behandlung von Sepsis und septischem Schock mit ausgewiesener Expertise ausgestattet. Seit 2013 sind wir Mitglied im „Kompetenznetz Sepsis (Sepnet)“. Hier sind bundesweit in einer Expertengruppe insgesamt 37 Kliniken erfasst, die wissenschaftlich zu diesem Thema engagiert sind und auch z.B. mit speziellen Methoden weitere Therapieoption anbieten.

Kompetenznetz Sepsis

Unsere Behandlungsergebnisse in Emden sind hervorragend und wir können u.a. mittlerweile Daten von über 1000 Patienten unseres eigenen Registers (EMDSEP, seit 2006) auswerten. Durchschnittlich behandeln wir mehr als zwei Patienten/Woche mit diesem Krankheitsbild. Die Klinik ist an Internationalen Kongressen beteiligt. Zuletzt hat Chefarzt Dr. Klaus Kogelmann Ende 2015 beim 7. Inernationalen Sepsiskongress in Weimar einen Vortrag zum Thema "Blutreinigungsverfahren bei Sepsis" gehalten. Für diese Präsentation wurde die Klinik mit einem Anwenderpreis ausgezeichnet. 

2013 waren wir an zwei großen Studien aktiv beteiligt, beide wurden 2015 publiziert. 2016 werden wir eine Studie zur Antimykotischen Therapie bei Sepsis begleiten (CandiSEP, zZt. von 15 Zentren geplant). Außerdem arbeiten wir mit dem Zentrum für klinische Studien der Universität Jena zusammen an einem innovativen Cytokinadsorptionsverfahren (CYTOSORB®), das weltweit nur von ca. 200 Kliniken eingesetzt wird. Lesen Sie hier mehr.

2012 - 2014

Sepsis

Die Sterblichkeit unserer Sepsispatienten liegt weiter stets im sehr guten Bereich unter 40% (Literatur: 36 - 41% hospital mortality, Vincent). Seit 2007 haben wir die Sepsis-Sterblichkeit auf der Intensivstation und im Krankenhaus mehr oder weniger halbiert! (Reduktion der Intensiv-Sterblichkeit 46 %, Krankenhausletalität um  44,3 %).

Klinikum beteiligt sich an Projekt des Deutsches Qualitätsbündnis Sepsis

Sepsis ist die häufigste Todesursache bei Infektionskrankheiten und die Ursache Nr. 1 bei vermeidbaren Todesfällen im Krankenhaus. Das Deutsche Qualitätsbündnis Sepsis (DQS) zielt auf die Senkung der sepsisbedingten Sterblichkeit in den derzeit beteiligten 75 Kliniken ab.

Das ICOSMOS Projekt beinhaltet ein Bündel von Maßnahmen und Prinzipien in den beteiligten Häusern um die Senkung der Sterblichkeit zu erreichen. Das Projekt ist vom Bundesministerium Bildung und Forschung zunächst für 3 Jahre gefördert und am Center for Sepsis Control and Care in Jena beheimatet.

Die Werte des Klinikum Emden sowie der sonstigen DQS-Häuser wurden auf Basis der Abrechnungsdaten des Jahres 2017 berechnet.

Sepsis Wertevergleich

Werte Klinikum Emden im Vergleich zum Bundesdurchschnitt
Risikoadjustierte Krankenhausletalität für Sepsis mit Organdysfunktion

  • Krankenhausletalität aller deutschen Krankenhäuser (Jahr 2015): 41.95%
  • Werte Emden (Jahr 2017): RSMR = 34.57%
Sepsis Wertevergleich

Risikoadjustierte Krankenhausletalität für Sepsis mit Organdysfunktion sowie mehr als 24 Stunden Beatmung

  • Krankenhausletalität aller deutschen Krankenhäuser (Jahr 2015): 52.47%
  • Werte Emden (Jahr 2017): RSMR = 52.02%

Kontakt zur Deutschen Sepsis-Gesellschaft

http://www.sepsis-gesellschaft.de

Kontakt zur SepNet Studiengruppe des Klinikum Emden

Klinikum Emden
interdisziplinäre Intensivmedizin
Tel. (24/7): 04921-981999
Fax: 04921-981838
E-Mail: sepnet.emden(at)aol.com